Am Sonntag, 23. August flogen die Spitzmeilnis um Ruhm, Ehre und den hölzernen Adler: die Clubmeisterschaft hat stattgefunden.
Man traf sich bei strahlendem Sonnenschein beim Hinnästall für das Briefing des ersten Fluges mit Flugaufgaben. So hatte man am Züneberg eine Zwischenlandung einzulegen und einen Beweis-Ballon abzuholen, den man ins Tal flog. Neben der Landewiese befand sich ausserdem ein grosses Kreuz, auf welches man ein BAZL – konformes „Melde-Säckli“ werfen sollte (wir sind ja hier nicht beim Militär und werfen Hühner herum 😉). Am Schluss gab es noch eine erweiterte Punktlandemöglichkeit mit Hupe und ganz vielen Kreisen rundum, in denen man seinen Schirm tunlichst noch in der Luft halten sollte, wenn man noch mehr Punkte holen wollte. Viele Spitzmeilnis meisterten diese Aufgaben grandios, andere scheiterten ebenso grandios. Gelacht wurde auf jeden Fall.




Vor der zweiten Flugaufgabe konnte man sich noch auf dem Prodkamm stärken. Dann folgte das Briefing für die zweite Flugaufgabe. Hier gab es verschiedene Turnpoints zu erfliegen. Um bei den Bojen wettkampfgerecht keine Zeit zu verlieren, konnte man sich den vorbereiteten Task aufs Fluggerät laden (oder per App aufs Handy). Die Turnpoints konnten in selbst gewählter Reihenfolge angeflogen werden, sodass die Teilnehmenden sich ihre Route selber zusammenstellen konnten. Dies ermöglichte eine Aufgabe, bei der sowohl Cracks als auch gemütliche Flieger auf ihrem jeweiligen Niveau mitmachen konnten. Der Westwind und die zusätzlichen Höhenmeter verlockte einige Spitzmeilnis dazu, sich den höchstmöglichen Startplatz auf dem Prodkamm vorzunehmen. Hier zu starten, das muss man schon ein bisschen wollen, aber schlussendlich haben es viele geschafft und waren dann froh um die Höhe. Rund um den Prodkamm ruckelte es, trotzdem wurde schnell Thermik gefunden und konzentriert geflogen und gelandet. So ertönte auch mal die Hupe am Landeplatz.








Leider hat sich kurz vor Ende des Rennens noch ein Unfall zugetragen. Eine Pilotin kam beim Lüsis in ein starkes Abwindfenster nahe am Gelände und konnte den Schirm nicht mehr kontrolliert landen. Sie kam unsanft zu Boden und wurde von einem Rettungsteam geborgen. Glück im Unglück; nach wenigen Tagen durfte sie das Spital wieder verlassen und nach Hause zurückkehren. Bis sich der Körper ganz erholt hat von den Blessuren wird es aber noch eine Weile dauern.
Nach diesem Schock entschieden wir uns, den geplanten Slalomlauf nicht mehr durchzuführen. Natürlich waren wir sehr erleichtert, dass bald schon die erste Einschätzung eintraf mit dem Vermerk, dass die verunfallte Person ansprechbar war und „Kopf und Beine OK sind“. So konnten wir uns doch noch auf das Essen und die Rangverkündigung im Restaurant Wiesental freuen. Wir besammelten uns an diesem schönen Sommerabend also unter den Bäumen der Gartenterasse und verbrachten eine gesellige Zeit. Anschliessend fand die Siegerehrung der beiden Tage (h&f – Challenge sowie Clubmeisterschaft) statt.



Die anwesenden Teilnehmer der h&f – Challenge:

und natürlich das Siegerpodest der Clubmeisterschaft, mit Sieger Thomas Mullis, der den Adler nach 2012 zum zweiten Mal mit nach Hause nehmen konnte:

Herzliche Gratulation und Hut ab vor Eurer sportlichen Leistung!
Das OK mit Manuela, Cyrill und Thomas M. hat für diesen Tag (wie auch für den Samstag an der h&f – Challenge) einen super Einsatz geleistet und mit neuen, durchdachten Ideen frischen Wind in die Clubmeisterschaft gebracht. Vielen Dank für Euer Engagement!
Ein ganz herzlicher Dank gebührt auch unseren tollen Sponsoren. Die Flieger auf den Podestplätzen können ihr Hab und Gut nun in stilvollen Rucksäcken und robusten Hüfttaschen von Flugsau transportieren. Der Clubmeister kann sich zudem mit einem Gutschein von intersport original am Flumserberg etwas leisten. Herzlichen Dank an Flugsau und intersport original!
Der SHV stellte Lanyards (Schlüsselbänder) und sehr viel Absperrband zur Verfügung. Dieses Material konnte für die Meisterschaft gut genutzt werden, danke auch dafür!
Allen Clubmitgliedern – generell allen Gleitschirmfliegenden – wünschen wir allzeit gute Flüge und happy landing. Hebed Sorg.
